Viel Wind um Nichts – den Wasserstand

Da hatten wir doch letztens erst über mediales Geplänkel und Getöse gesprochen das im Sande verläuft, prombt werden wir bestätigt.
Dabei sind wir keine Lobbygruppe für den Golfplatz, wollen jedoch sachlich beobachten und auch mal darauf hinweisen doch die Kirche bitte im Dorf zu lassen und nicht gleich bei jedem umfallenden Sack Reis überzureagieren.
Was war passiert. Ein lokaler Fernsehsender aus Halle hat darüber berichtet, das der Golfplatzbetreiber nach Genehmigung durch die untere Wasserschutzbehörde zusätzlich Wasser aus dem Hufeisensee entnimmt.
Dabei wird festgestellt, das der Wasserspiegel unter der Normhöhe von 91,5 m, der durch den Abfluß in die Reide geregelt wird, sprich darüber anstehendes Wasser läuft darüber einfach ab. Das Wehr lässt dabei einen Spielraum von ca. 50 cm. sprich das Wasser kann auch leicht höher stehen, wenn es nicht geöffnet wird.
Die Dramatik dabei soll sein, das es ganze 5 in Worten “fünf” cm sind, die an dieser Höhe fehlen wenn der Golfplatzbetreiber zusätzlich Wasser entnimmt.
Im Laufe des Berichts wird leider nicht festgestellt, das die Schwankungen des Sees, bis zu 50cm im Jahr betragen können. Ganz auf natürlichen Wege. Nach oben und nach unten!! Also das 10fache was jetzt fehlt.
Stattdessen kommt auch noch der Vorsitzende des Wasserskiclub Halle zu Wort, der die Sicherheit seiner Sportler bedroht sieht durch einen fallenden Wasserstand durch im Wasser stehende Bäume.
Diese stehen dort seit 50 Jahren oder noch länger und seine Wasserskirunde läuft lässig dran vorbei, da man diese Bäume seit Jahren kennt und diese bisher wohl kein Problem darstellten egal wie hoch der Wasserstand bisher war. Warum sich der lokale TV Sender auf solche unbegründete Polemik herablässt wissen nur Sie.
Wir geben mal einen kleinen Hinweis an den WSC Halle, provoziert ihr die Sperrung des Sees für euren coolen Wasserskisport aufgrund der plötzlichen “unkalkulierbaren” Gefahr durch die Bäume. Das wollt Ihr sicherlich nicht, also lasst euch nicht für Schlagzeilen benutzen.

Dazu werden auch noch zwei Lokalpolitiker von den Grünen interviewt die sich empören, wie der Golfplatzbetreiber nur die Frechheit haben kann mehr Wasser zu entnehmen als geplant war.
Krönung der ganzen Empörung ist eine Petition an den OB von Halle, dem Golfplatz die erlaubte Wasserentnahme zu verbieten.
Das rauscht gleich auch noch viral durch das Netz in Halle wenig hinterfragt und begründet.

Weiterhin wir schön im Beitrag gezeigt, das der Golfplatz nur das nötigste an Wasser verbraucht und alles andere genauso vertrocknen lässt wie es die Trockenheit erzeugt. Wasser wird also nicht vergeudet.

Dabei hat dieser wohl alles ordentlich beantragt und es ist davon auszugehen, das die genehmigende Behörde alles gründlich geprüft hat.
Während des Interviews kann man in dem Beitrag noch gut erkennen, das der Schilfgürtel nicht am Ufer endet, sondern davor noch leicht Wasser steht, was darauf schließen lässt, das der See zu diesem Zeitpunkt etwas mehr Wasser führt als sonst üblich, sonst würde der Schilfgürtel direkt am Ufer stehen.

Warum die Politiker der Grünen nicht prüfen ob durch den Golfplatz ein Eintrag von Düngemitteln, Chemiezusätzen aus der Rasenpflege oder andere schädliche Einflüße durch die Bewirtschaftung des Golfplatzes entstehen, bleibt ihr Geheimnis, doch erstmal ist viel Wind um nichts.
Die bestehende Vinylclorideintragung in den Hufeisensee scheint die umweltbesorgten Politiker wenig zu interessieren und diese ist faktisch belegt vorhanden und darauf beruht die Entscheidung der Stadtverwaltung von Halle den See offiziell nicht zum Badegewässer zu erklären!
Das sollte jedoch eine Priorität haben, für genannte Personen, reines Wasser und Umwelt zu haben, und den Hallensern eine weitere Möglichkeit zum baden und erholen zu ermöglichen.

Wir sind natürlich auch Freunde von Lösungen und Ideen und wollen nicht nur kommentieren. Daher an alle. Immer erstmal ruhig bleiben und gründlich Fakten sammeln vor der Empörung.
Ein Hinweis an den Golfplatzbetreiber.
Vielleicht kann er ja zur Beruhigung der Gemüter auf seiner Homepage eine öffentlich einsehbare Anzeige einrichten, wieviel Wasser er entnehmen darf und wieviel Wasser er entnommen hat.
Dazu an seiner Entnahmestelle eine für Besucher einsehbare stationäre feste Wasserstandsanzeige, wie ein Pegel, einrichten und eine Jahresübersicht auf seiner Homepage über den Wasserstand des Sees. Damit alle Fakten bekannt sind und nicht ein sinnloser Empörungssturm im Wasserglas erzeugt wird um für sich selbst Werbung zu machen ohne das wirklich relevante Tatsachen dafür bestehen.
Ein vorsorglich empörendes Geschreie wegen eines temporär sinkenden Wasserstandes wäre damit hoffentlich vom Tisch.
Spannender wäre vielleicht die Frage nach der Wakeboardanlage und die Geheimniskrämerei um den Investor und seine Finanzierung damit nicht ähnliches passiert wie im Sportkomplex Böllberger weg.
Oder das IRON RACE Halle, welches sicher steigende Teilnehmerzahlen erzielen wird und wie sich das auswirkt wenn langfristig 5000 Leute um den See rennen und trampeln etc.
Doch dazu demnächst mehr.

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